Privathaftpflichtversicherung für Familien vergleichen

Experten empfehlen allen Privatpersonen, eine Haftpflicht abzuschließen. Meistens können Partner und Kinder ohne Mehrkosten mitversichert werden. Einige Policen schließen einen weltweiten Schutz bei Schadensfällen ein.

Ob mit dem Fahrrad, als Fußgänger oder als Umzugshelfer bei Freunden: Jeder kann unabsichtlich Schäden verursachen. Als Schutz vor Schadenersatzforderungen und Schmerzensgeld wird eine Haftpflichtversicherung empfohlen. Denn gerade, wenn Menschen zu Schaden kommen, können auf den Verursacher hohe Kosten zukommen. In manchen Fällen können diese die finanzielle Existenz bedrohen. Eltern machen sich nicht nur Sorgen um selbst verursachte Schäden, sondern fürchten oft, dass ihre Kinder aus Unachtsamkeit Sach- oder Personenschäden anrichten. Eine Privathaftpflichtversicherung für Familien kann ihnen die Sorgen vor den finanziellen Folgen nehmen.

Wenn jemand bereits haftpflichtversichert ist, dann kann er Lebenspartner und Kinder in der Regel unkompliziert mitversichern. Er muss dies bei seinem Versicherer melden. Kinder sind in den meisten Policen bis 18 Jahre mitversichert. Befinden sie sich anschließend noch in einer Ausbildung, gilt der Schutz weiter. Bei Abschluss einer Haftpflicht oder Änderung des Vertrags wegen Nachwuchs sollten Eltern überlegen, ob sie auch Schadenersatzforderungen mitversichern, die durch Kinder verursacht werden, die jünger als sieben Jahre alt sind. Denn bis zu diesem Alter gelten Kinder als deliktunfähig, können also für einen Schaden nicht haftbar gemacht werden. Im Straßenverkehr gilt die Deliktunfähigkeit sogar bis zu einem Alter von zehn Jahren. Voraussetzung ist hier allerdings, dass die Eltern nicht ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Hier kommt es häufig zum Rechtsstreit. Um auf der sicheren Seite zu sein, können Eltern aber die Schäden ihrer Kinder unter sieben Jahren mitversichern. Die Police ist dann möglicherweise teurer.

Der Preis der Versicherungs-Police bestimmt sich unter anderem auch über die Höhe der Deckungssumme. Diese sollte nicht zu niedrig sein. In der Regel empfehlen Experten Deckungssummen von 500.000 bis einer Million Euro für Sachschäden und vier bis fünf Millionen Euro für Personenschäden. Es lohnt sich, genau zu prüfen, wie die Deckungssumme die Versicherungskosten beeinflusst. Manchmal ist der Unterschied gar nicht so groß. Sparen kann man bei Abschluss einer Haftpflichtversicherung, wenn man für bestimmte Schadensfälle eine Eigenbeteiligung festlegt. Bis zu einer festgelegten Summe zahlt der Versicherte dann selbst, für den Rest kommt die Versicherung auf. Preisunterschiede können sich auch ergeben, wenn die Haftpflichtversicherung weltweit gelten soll. Schadensfälle in europäischen Ländern dagegen sind oft automatisch mitversichert.

 
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