Wer etwas Erspartes auf der Seite hat, der kann sein Geld beispielsweise in Immobilien investieren oder in Wertpapiere anlegen. Doch vor allem für Kleinanleger gilt: Vor dem Kauf ist eine Aktien-Analyse Pflicht.
Wie im richtigen Leben gilt auch an der Börse die Devise: "Wissen ist Macht". Und Macht ist gleichzusetzen mit Geld. Kurzum: Nur wer sich an der Börse exakt auskennt, nur wer weiß wie die Banken- und Finanzspielregeln funktionieren und wer sich tatsächlich mit den gehandelten Produkten auskennt, nur der sollte auch an der Börse spekulieren. Laien, die ihr Vermögen in Aktien anlegen möchten, sollten deshalb zwingend einen Finanzexperten aufsuchen. Der Berater der Hausbank ist dabei oftmals der erste und meist auch der richtige Ansprechpartner.
In einem persönlichen Gespräch erfährt der Anlageberater dann, welche Summe, wie lange angelegt werden soll und wie hoch die beabsichtigte Rendite sein soll. Je höher der zu erzielende Gewinn, desto höher sind auch die Risiken. Diesen einfachen Grundsatz versteht offensichtlich nicht jeder. Denn im Laufe der Banken- und Finanzkrise haben sich etliche Kleinanleger verspekuliert. Die Aussicht auf möglichst hohe - teilweise gar zweistellige - Renditen hat viele Hobby-Aktionäre, in Bezug auf mögliche Gefahren, taub werden lassen. Viele Rentner haben ihre gesamte Altersvorsorge an den Börsen verloren. Wäre hier eine professionelle Aktien-Analyse vor dem Kauf der Wertpapiere durchgeführt worden, so wäre das Risiko eines Totalverlustes - vielleicht nicht verhindert, zumindest jedoch begrenzt worden. Denn: Jeder Bankberater oder Finanzexperte hätte die potenziellen Risiken ansprechen müssen und damit den zukünftigen Anteilseigner gewarnt. Zudem dauert eine solche Aktien-Analyse in der Regel nicht mehr als zwei Stunden. Diese Zeit sollten sich potenzielle Aktionäre durchaus nehmen.
Ein weiterer Baustein einer Aktien-Analyse sollte jedoch auch die persönliche Vorbereitung sein. Bereits jeder Kleinanleger sollte wissen, in was er investiert. "Ist die Firma gut aufgestellt?", "Sind die Produkte konkurrenzfähig?" und "Wie sind die zukünftigen Wettbewerbschancen?", das sind Fragen, die der Anleger für sich positiv beantworten muss. Voraussetzung für den Kauf von Aktien ist deshalb ein professioneller Wertpapiercheck durch einen Berater und die Gewissheit, selbst etwas über die Firma oder deren Produkt zu wissen.