Ein Bluterguss im Knie kann Schmerzen verursachen

Das Knie ist eines der kompliziertesten Gelenke unseres Körpers. Ein Bluterguss im Knie ist daher nicht nur schmerzhaft, sondern für das Gelenk auch nicht ungefährlich. Zu Diagnose und Therapie eignet sich die Punktion.

Blutergüsse sind Blutungen im subkutanen Bereich. Sie entstehen in der Regel dadurch, dass Gewalt von außen einwirkt, z. B. durch einen Schlag, einen Sturz oder Ähnliches. Manchmal ist auch eine vorangegangene Operation der Auslöser. Meist heilen Blutergüsse, auch Hämatome genannt, von alleine. Dabei folgen mehrere Phasen aufeinander, die sich durch die verschiedene Farbstellung des Hämatoms unterscheiden. Ist die Stelle noch rot, ist die Blutung noch frisch, spielt die Färbung ins dunkelrot-blaue, so beginnt das Blut zu gerinnen. Danach kann sich die Färbung durch den Abbau des Hämoglobins ins Blau-Grüne, Blau-Gelbe oder Blau-Schwarze verändern. Als erste Reaktion auf ein Hämatom ist die Kühlung angezeigt, zumindest bei fast allen möglichen Stellen für ein Hämatom, denn durch die Kühlung zieht sich das verletzte Gefäß zusammen und schüttet weniger Blut aus. Besonders schmerzhaft ist ein Hämatom in den tragenden Gelenken, z. B. ein Bluterguss im Knie, Sprunggelenk oder der Hüfte. Im Knie wird daher – wenn man rechtzeitig reagieren kann – häufig eine Punktion gemacht und das Blut wird herausgezogen. Selbstverständlich kann man diese Therapie auch bei anderen Knieergüssen anwenden oder auch diagnostisch, um zu sehen, was für ein Erguss vorliegt.

Das Knie ist ein sehr kompliziertes Gelenk, das vor allem durch Bänder gehalten wird und keinen umkleidenden Muskelmantel hat. Da aber das ganze Körpergewicht auf dem Knie liegt, ist es gleichzeitig großen Belastungen ausgesetzt. Ein Bluterguss lässt sich zwar durch die Arthrosonografie diagnostizieren. Definitive Aussagen werden aber – wie schon gesagt – erst durch die Punktion gemacht. Dies ist vor allem wichtig, wenn ein Gutachten für einen Unfall verlangt ist, denn ein Bluterguss im Knie gilt auch dann als eine Zustandsverschlechterung, wenn bereits eine Beeinträchtigung des Gelenkes zum Zeitpunkt des Unfalls bestanden hat. Daneben hat die Punktion auch therapeutische Funktion, sie führt zur Entlastung des Gelenkes und zur Schmerzlinderung. Es wird so viel Blut wie möglich entfernt. Das Blut sorgt ansonsten möglicherweise für eine Schädigung des Knorpels und führt zu einer starken Entzündungsreaktion im Kniegelenk.

 
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